Jörg Meuthen: AfD-Bashing hilft der deutschen Wirtschaft nicht

Berlin, 30. Januar 2017. Zu den Äußerungen von Vertretern der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft über die AfD erklärt der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen:

„Wenn der BDA-Vorsitzende Kramer sagt, etwas sei tödlich für die deutsche Wirtschaft, dann redet er nicht über illegale Preisabsprachen, Zinsmanipulationen, Abgasbetrug oder fehlende Innovationskraft. Nein, er redet über die AfD, weil diese den unkontrollierten Zuzug, der fast ausschließlich aus unterentwickelten islamischen Ländern kommt, begrenzen will. Das alte Mantra der vorgeblich dringend benötigten Fachkräfte wird dabei immer wieder unermüdlich bemüht. Hauptsache: viel billiges Humankapital. Damit ist aber der Wettbewerbsfähigkeit der der deutschen Wirtschaft langfristig nicht geholfen. Die Folgekosten einer völlig ungeregelten Zuwanderung für Staat und Gesellschaft interessieren den BDA-Chef dabei scheinbar überhaupt nicht. Die Großkonzerne werden dafür nämlich nicht aufkommen.

Beleidigende, gering schätzende Meinungen anderen Ländern gegenüber stünden den Erfolgsaussichten der deutschen Wirtschaft diametral entgegen, sagt Kramer. Das finden wir auch und fordern deshalb ein Ende der aggressiven Sanktionspolitik gegenüber Russland. Diese schadet in der Tat der deutschen Wirtschaft. Die Russland-Sanktionen haben bisher in Deutschland 97.000 Arbeitsplätze vernichtet. Zudem mussten deutsche Unternehmen Exportausfälle von 6 Milliarden Euro hinnehmen. Hier wären die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft gefordert.

Statt sich mit plumpem AfD-Bashing bei der etablierten Politik einzuschmeicheln, sollten sie die Interessen ihrer Mitglieder wieder in den Vordergrund stellen. Mit unsachlicher Kritik an einer unbequemen Opposition wird offenbar versucht, Pluspunkte bei der Regierung zu sammeln, nach dem Prinzip: Eine Hand wäscht die andere. Anstatt sich parteipolitisch instrumentalisieren zu lassen, wären die Wirtschaftsverbände gut beraten, sich besser mit den inhaltlichen Forderungen der AfD auseinanderzusetzen und das Gespräch zu suchen.“

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