Altersarmut in Zeiten von Corona: Schwarz (AfD) fordert Hilfe für Armutsrentner

(Schorndorf, 14.04.2020) „Menschen mit niedrigen Renten haben häufig zur Aufbesserung ihrer prekären Finanzlage Flaschenpfand gesammelt. Mit dem zum Erliegen gekommenen öffentlichen Leben wird das jetzt viel schwieriger“, stellt Stephan Schwarz, Landtagskandidat der AfD im Wahlkreis Schorndorf, fest.

Es gelte nun gegenzusteuern, um existenzielle Nöte abzufangen. Mit mehreren Nullrunden bei der Rente und der Mehrwertsteuererhöhung vor einigen Jahren seien Menschen mit kleinen Renten in die Zange genommen worden. Viele Armutsrentner schämten sich Hilfe zu suchen oder seien mit der Bürokratie beim Sozialamt schlicht überfordert. Hier müsse die Politik „jetzt endlich handeln“, so Schwarz.

Er moniert, dass die Politik zwar „notleidende Banken“ kenne und als „systemrelevant mit zig Milliarden in Windeseile“ stütze, aber die „wirklich systemrelevanten Menschen“ übersehe. „Das sind Menschen, die haben oft jahrzehntelang in schlecht bezahlten Berufen gute Arbeit geleistet und werden nun mit geringer Rente abgespeist und zum Sammeln von Flaschenpfand verdammt. Doch diese Einnahmestütze entfällt jetzt“, fasst Schwarz zusammen. Es sei deshalb angezeigt, die unteren Renten anzuheben. Es sei Zeit für „einen ordentlichen Schluck aus der Pulle“, zitiert Schwarz den verstorbenen SPD-Politiker Peter Struck.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) solle bei seiner nächsten Telefonsitzung mit Kanzlerin Angela Merkel das Thema aktiv einbringen und seinen Einfluss als Ministerpräsident geltend machen: „Ich erwarte von Herrn Kretschmann eine klare Positionierung des Landes. Zudem muss sich die an der Bundesregierung beteiligte SPD auch fragen lassen, wann sie auf Ankündigungen auch spürbare Arbeitsergebnisse folgen lassen will“, formuliert Schwarz seine Erwartungen.

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