Alles Gute zum Geburtstag: Am 13. Oktober 1895 wurde Kurt Schumacher geboren

Am 13. Oktober 1885 wurde der große Kurt Schumacher geboren. Schumacher ist für die Geschichte der Bundesrepublik bedeutend. Er prägte das Nachkriegsdeutschland als SPD-Chef und Oppositionsführer gegen Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) entscheidend mit. Er gab der jungen Bundesrepublik Halt und war eine tragende Stütze der Demokratie.

Schumacher wurde am 13. Oktober 1895 in Culm, Westpreußen, geboren. 1914 war er Kriegsfreiwilliger, verlor dabei einen Arm, magerte ab und litt an der Ruhr. 1918 wurde er SPD-Mitglied. Schon früh begann Schumacher, sich sowohl mit Kommunisten als auch Nationalsozialisten – die er beide entschieden ablehnte – auseinanderzusetzen. Schumacher machte klar, dass die in seinem Stuttgarter Umfeld vergleichsweise starke KPD über keinerlei innerparteiliche Demokratie verfügte und vollkommen aus Moskau gesteuert war, ihr Verhältnis zur Demokratie und zur Gewalt sei dem der NSDAP gleich. Eine Zusammenarbeit mit der KPD war für Schumacher daher nicht vorstellbar. Für seine demokratische Haltung wurden er und die gesamte SPD von der KPD und deren Schlägertrupps von der Rotfront (Roter Frontkämpferbund) erheblich angegangen und als Hauptfeind gesehen – während es zugleich zur teilweisen Zusammenarbeit zwischen KPD und NSDAP kam (Beispiel BVG-Streik 1932, hier marschierten KPD und NSDAP gemeinsam).

Leidenschaftlich setzte er sich gegen die Antidemokraten und für die gefährdete Weimarer Republik ein. Schumacher bewies echten Mut und stellte sich dem nationalsozialistischen Regime entgegen. „Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht“, bestimmte Schumachers gesamtes Verhalten in der Zeit des Nationalsozialismus. Er wurde am 6. Juli 1933 in Berlin verhaftet. Kurzen Gefängnisaufenthalten in Berlin und Stuttgart folgte ein fast zehnjähriger Leidensweg durch verschiedene Konzentrationslager (KZ). Aus dem KZ Dachau entlassen, wurde ihm ein Zwangsaufenthalt in Hannover zugewiesen und danach kam er ins KZ Neuengamme bei Hamburg. Von Hannover aus begann für den unumstritten führenden Mann der Sozialdemokratie der Wiederaufbau der SPD. 1946 wählte ihn der SPD-Parteitag zum Parteivorsitzenden. Er behielt dieses Amt bis zu seinem, wie ich finde viel zu frühen, Tod 1952.

Würde sich ein Kurt Schumacher heute in der SPD wohlfühlen? Würde er überhaupt noch aufgenommen? Das ist eine gute Frage. Kurt Schumacher war ein Macher, einer der sich engagierte und die Anliegen der normalen, der einfachen Menschen im Blick hatte, eine ehrliche Haut, sagte, was ist und führte nicht Scheindebatten. Würde so einer heute noch in der SPD Ortsvorsitzender werden können? Eher nicht. Er würde es wohl auch nicht wollen.

Die Partei einer Saskia Esken und eines Norbert Walter-Borjans würde ihm nicht gefallen. Zu weit weg von den echten Problemen und zu nah an linken Schlägertrupps á la Antifa. Kurt Schumacher sorgte für deutliche Abgrenzungsbeschlüsse seiner SPD gegen die, wie er sie trefflich nannte, „rotlackierten Faschisten“. Saskia Esken twittert dagegen „Antifa selbstverständlich“. Vielleicht sollten sich die Sozialdemokraten, auch in Schorndorf, wenn sie wieder mit der „Antifa“ aufmarschieren um die demokratische Opposition an der Ausübung von Grundrechten zu hindern, zuvor an die Kurt-Schumacher-Gesellschaft wenden. Dort gehört folgender Satz zu den Grundüberzeugungen: „Wir sind eine Partei der klaren Abgrenzung zu den Kommunisten.“

Heute wäre der mutige Kämpfer, Patriot und Held Kurt Schumacher 125 Jahre alt geworden. Und: Heute wäre Kurt Schumacher nicht mehr in der SPD.

Informationen & Quellen

SPD Schorndorf marschiert mit Linksextremisten und verharmlost linke Gewalt und totalitäre Gesinnung:
https://www.spd-schorndorf.de/…/stadtraetin-reichle…/

Grundüberzeugungen/SPD-Publikation „In der Mitte der Partei.“ S. 44–45

Zeitung Cicero über Saskia Eskens Antifa-Tweet:
https://www.cicero.de/…/debatte-polizeigewalt-saskia…

Gedenkstätte Deutscher Widerstand über Kurt Schumacher/biografische Daten:
https://www.gdw-berlin.de/…/view-bio/kurt-schumacher-1/…

Tagesspiegel: Kurt Schumacher „rotlackierte Faschisten“:
https://m.tagesspiegel.de/…/helmut-kohl…/234806.html

Bundesarchiv zum kommunistisch-nationalsozialistischen BVG-Streik:
https://www.bundesarchiv.de/…/kap1_1/kap2_62/para3_2.html

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